Engelwurz Tinktur für Magen und Husten

Engelwurz Tinktur für Magen und Husten

 

Der Spätherbst hat inzwischen Einzug gehalten. Die Pflanzen vertrocknen langsam oder ziehen sich ins Erdreich zurück. Den Oktober und November nutzt man pflanzentechnisch vor allem zum Sammeln der Wurzeln. Streng genommen sollte man Wurzeln in Vollmondnächten ausgraben, dann haben sie am meisten Kraft und Wirkstoffe.

Sehr gut sichtbar ist im September/Oktober jeweils der Engelwurz. Seine weissen Doldenblüten haben inzwischen Samen gebildet. Majestätisch steht er im Gelände ist gut an seinem dunkelbraunen Stil erkennbar. Ursprünglich kam der Engelwurz vom Hohen Norden zu uns. In Grönland ist die Heilpflanze vor allem als Wildgemüse genutzt worden. Ihre Knospen kann man als Brokkoli-Ersatz nutzen. In Schweden hingegen nutzt man deren Wurzel für den bekannten Schwedenbitter.

 

Pflanzenportait Engelwurz
Angelica archangelica

Der Wald-Engelwurz ist ein Doldengewächs und wird auch Angelika oder Brustwurz genannt. Wie der Name schon sagt, wird bei uns vor allem die Wurzel verwendet.

Seine wichtigsten Eigenschaften sind:
magenstärkend, menstruationsfördernd, harntreibend, schweisstreibend, blähungswidrig, blutreinigend, auswurffördernd, nervenanregend

Die häufigsten Anwendungsgebiete im Gesundheitsbereich sind:
Verdauungs- und Magenprobleme, Erkältungskrankheiten, Rheuma und Nervenschmerzen

Erntezeit: man sammelt die Wurzel zeitig im Frühjahr oder im Oktober/November zum Vollmond

Inhaltsstoffe: Bitterstoffe, Gerbstoffe, Stärke, Pektin, Zucker, Furanocurmarine, äth. Öle

 

Rezept Engelwurz Tinktur

Ihr braucht:

100g      getrocknete Angelika Wurzel, klein geschnitten
500ml    hochprozentiger Korn

  • Beides in ein Schraubglas mit weitem Hals füllen und zwei Wochen im Dunkeln bei Zimmertemperatur ziehen lassen.
  • Danach durch einen Kaffeefilter abgiessen und in dunkle Flaschen füllen und anschreiben.

Die Tinktur wird dann tropfenweise als Husten- oder Magenmittel eingenommen. Erwachsene: max. 3x täglich bis 25 Tropfen.